Vertical Dance

"Perspektiven ändern. Grenzen überwinden.

 

Seine eigenen Grenzen zu kennen, birgt die Chance,

weit darüber hinaus wachsen zu können. "

(aus dem Film "The Lottery of Birth")

2003 wurde ich von einem Freund zu einer Show in einer alten leerstehenden Fabrik in Berlin eingeladen. Ich hatte keine Ahnung, dass dieser Abend so einprägsam und wegweisend für mich sein wird. Ich sah die Inszenierung „De La Guarda“ und entdeckte dabei eine außergewöhnliche Bewegungsform. An Seilen hängend, tanzten die Darsteller verrückt und schwerelos durch den Raum oder schwangen sich an den Wänden entlang zu immer neun Sprüngen und Flügen. Sie rissen das Publikum auf seltsame Weise mit und endeten in extatischen Momenten irgendwo zwischen Himmel und Erde. Wow!

​Ich bin während meines ersten Studiums geklettert und fand es spannend, mich beim Abseilen vorsichtig von der Wand abzudrücken und mal das eine oder andere Kunststückchen zu vollziehen. Doch das was ich da sah, flashte mich so sehr. Damals Studentin an der Palucca-Schule Dresden, erhörte ich den ersten „Ruf“, mich speziell mit dem „fliegenden Tanz“ auseinander zusetzen. Ich sah mir Videos von Bandaloop (oft bezeichnet als die Pioniere des Vertical Dance) an und verliebte mich mehr und mehr in diesen anmutigen Bewegungsstil, der meine Leidenschaften Tanz und Akrobatik auf ganz wunderbare Art und Weise vereinte. Ich fand jedoch kein Ensemble, keine Gruppe in meiner Umgebung, die soetwas anboten. So musste ich wohl selbst Derartiges angehen. 2007 in der artistisch-tänzerischen Inszenierung „Das Leben…“, baute ich erstmals einen Tänzer an der Wand ein, der choreographisch mit Feuer eine hohe Fabrikwand hinunter tanzte. Danach viel experimentierend und suchend, probierte ich u.a. an einem Standapparat im Garten eines Freundes aus, was im „fliegenden Tanz“ so möglich ist und suchte nach Wegen, das, was ich im Kopf hatte in die Realität zu bringen. Es waren damals die Anfänge und es ließ mich nicht mehr los. Vertical- und Flying Dance, oft auch als Aerial Dance bezeichnet, hielt Einzug in mehr und mehr meiner Konzepte.

2014 lernte ich durch einen befreundeten Stuntman den Rigger Ronny Horning kennen. Es entstand zwischen seinem Threesixty-Show-Team und meinem frisch ins Leben gerufenen Ensemble VoLA Stage Art eine bis heute andauernde Kooperation.

Dadurch konnte ich mehr und mehr Szenen mit vertikalen Tanzstilen in meine Shows und Inszenierungen integrieren. Bei VoLA ist Vertical Dance die Kern-Kompetenz und findet sich auch im Namen "VoLA" wieder. VoLA steht als Synonym für das „Fliegen“, hergeleitet von den italienischen, französischen, spanischen und lateinischen Worten „volare, voler, volar, volant“.

 

Wir (mein Ensemble VoLA und ich), sind heute Stück für Stück dabei, diese besondere Form des Tanzens hier in Deutschland populärer zu machen. Erste Tanz-Festivals haben uns in ihre Festival-Programme aufgenommen und der Märkische Turnerbund hat "Vertical Dance" 2021 erstmals in seine Akademieangebote integriert. 

Wer Interesse hat, Vertical Dance selbst einmal auszuprobieren, kann sich sehr gern auf unserer Workshop-Seite umschauen. Ich kann klar versprechen, es wird ein wunderbares Abenteuer! 

Mit VoLA Stage Art wollen wir noch recht weit gehen und viele Variationen, Kreationen und fliegende Ideen umsetzen.

Vertical Dance ist Adrenalin, Faszination und Schwerelosigkeit pur. Es ist Magie!

Mehr zu VoLA hier:

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